Samstag, den 24. Dezember 2011 um 16:30 Uhr
Das Powerplay zählte am Freitagabend nicht zu den Stärken der Panther. Etliche Situationen und Möglichkeiten gab es vor allem im ersten Drittel, die Gäste aus Krefeld frühzeitig auf die Verliererstrasse zuschicken.
Tyler Bouck tauchte immer wieder vor Goalie Scott Langkow auf. Bild: M.Mundt|presse.thepicture.deBereits nach 23 Sekunden musste Jeremy Reich wegen Hakens das Eis verlassen, in herrlicher Regelmäßigkeit folgte nun eine Strafzeit auf die andere. Dabei waren die Pinguine undisziplinierter, zu Spitzenzeiten drängten sich vier gelb gekleidete wie Papageien im Zoo auf der Strafbank. Das alles mit der Gewissheit, dass das Krefelder Unterzahlspiel das beste und effektivste der DEL darstellt. Nicht unerheblich außerdem, das sich der ERC ungewohnt schwer tat, aus der numerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Lediglich ein Schuss von Jeff Likens konnte durch Rick Girard unhaltbar abgefälscht werden und bedeutete die knappe Führung für Ingolstadt zur ersten Pause. Weil die Gäste aber auch Eishockey und Powerplay können, nutzten Francois Methot und Duncan Milroy ihre Möglichkeiten und drehten das Spiel. Erst etwas Dusel und der Schläger von Derek Hahn markierten das 2:2 (39.).
Die Spieler des ERC Ingolstadt feiern den Sieg mit den Fans. Bild: M.Mundt|presse.thepicture.deIm Schlussabschnitt präsentierten sich beide Teams disziplinierter und es wurde nun endlich Eishockey gespielt. Eine feine Einzelleistung von Derek Hahn motivierte die Krefelder, nun erst Recht auf Sieg zu spielen. Sein 3:2 in der 43. Minute war ein präzise abgegebener Schuss in den Winkel, Scott Langkow ohne Chance. Ingolstadt fortan nur noch durch Konter gefährlich, die Pinguine drängten auf den Ausgleich. Ein Powerplay vier Minuten vor Ende für die Gäste und es brannte lichterloh vor Ian Gordon. Doch der Erfolg blieb aus, stattdessen lupfte Jeff Likens den Puck von der Mittellinie ins leere Tor und schickte so die Krefelder mit leeren Händen zurück ins Rheinland. „ Lieber ein hässlicher Sieg, als eine schöne Niederlage“ so bezeichnete Rich Chernomaz diese hart erkämpften drei Punkte. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird mit Sicherheit erneut hart um den Sieg gekämpft, wenn es zum Pantherduell nach Augsburg geht. Die Pinguine haben dann die Chance, gegen den Tabellennachbarn Iserlohn Punkte zu sammeln.
Der befristete Vertrag von Stürmer Roland Mayr wird Seitens des ERC Ingolstadt nicht verlängert. Er wird zwar weiterhin am Training teilnehmen, kann aber jederzeit zu einem anderen Verein wechseln. Zweitligist Bietigheim zeigte wohl Interesse, verpflichtete den 28-jährigen Linksschützen aber nicht.
Text: DM
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