Montag, den 30. Januar 2012 um 00:38 Uhr

„Erfolgreiche Mannschaften finden immer einen Weg zu siegen“ sinnierte Ingolstadts Rich Chernomaz nach dem Spiel. Wohlwissend, das der 3:2 (1:0,2:1,0:1) Erfolg über die Hamburg Freezers auf wackeligen Füssen steht und nur durch feine Nuancen entschieden wurde. Eine derer ist ein erfolgreiches Überzahlspiel und eine weitere das Selbstbewusstsein innerhalb der Mannschaft. Während die Gäste von Beginn an ihr Heil im Angriff suchten und dabei immer wieder gefährlich vor Markus Janka auftauchten, wirkte das Spiel der Panther phasenweise zäh und behäbig. Garrett Festerling hätte nach zehn gespielten Minuten die Freezers in Führung schießen können, scheiterte aber mit seinem Penalty an Janka. Verursacht durch Thomas Greilinger, der den Hamburger nur regelwidrig stoppen konnte. Kurz darauf erste Überzahl Ingolstadt und so frei wie Michel Periard plötzlich vor John Curry stand, so viel Platz hatte er wohl zuletzt als Jugendlicher auf dem Eis.
Bei fünf gegen fünf die Freezers aber mindestens ebenbürtig und mit den häufigeren Chancen. Nicht mit den besseren, aber eben der größeren Häufigkeit. Und eine dieser führte zum Ausgleich durch Brett Engelhardt (23.), dessen Schuss trocken ins rechte Eck einschlug. Hamburg versteckte sich nicht, spielte robust mit und leistete sich dennoch einige Undiszipliniertheiten, die auf der Strafbank endeten. Powerplay ERC und aus dem Getümmel heraus war es dann wohl Derek Hahn, der die Panther erneut in Führung wühlte. Davon unbeeindruckt gab es für die Freezers nur eine Richtung, Serge Aubin mit einer guten Möglichkeit in der 31. Minute. Mitten in dieser Drangphase der Gäste erhöhte Joe Motzko auf 3:1 (36.) und keine halbe Minute später tauchte Luciano Aquino frei vor Curry auf. Da er aber regelwidrig am Torschuss gehindert wurde, gab es den zweiten Penalty an diesem Abend, der ebenso nicht genutzt werden konnte.
Auch im letzten Drittel Hamburg mit den größeren Spielanteilen, Thomas Oppenheimer mit einer Vielzahl von besten Möglichkeiten im Minutentakt. Der Anschlusstreffer durch Thomas Dolak (49.) war nicht gut für das Nervenkostüm der 3457 Zuschauer. Mit einer positiven Serie im Rücken hätten die Hamburger das Ergebnis noch egalisieren können, so bleib es bei dem Versuch dabei. Luciano Aquino hätte mit einem Treffer ins leere Tor das Ergebnis heimfreundlicher gestalten können, zielte aber ebenso wie Thomas Greilinger oder Tim Hambly nicht genau genug. Rich Chernomaz war darüber so in Rage, das seine Taktiktafel dabei zu Bruch ging. Aquino am Sonntagabend mit besten Möglichkeiten, alleine die Ausführung nicht immer glücklich. So bleib es ein mühsamer Erfolg, der schnell abgehakt werden muss. Am kommenden Freitag sind die Straubing Tigers zu Gast, die haben einen Lauf und werden sich nicht so einfach auf die Verliererstraße schicken lassen.
Text: DM
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